Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Schweinfurt

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Inhalt: Schifffahrtszeichen

arbeiten mit der Pleichach an Haltezeichen an der Schleuse

Das Schifffahrtszeichenwesen und die Verkehrssicherungssysteme ermöglichen durch ihre optischen, akustischen oder funktechnischen Informationen der Schifffahrt ein sicheres Navigieren und damit eine sichere Fahrt auf der Bundeswasserstraße Main. Die Zeichen nehmen mit Steigerung des Schiffverkehrs, insbesondere der Schubverbände, immer mehr an Bedeutung zu.

Die Schifffahrtszeichen weisen der Schifffahrt die Eng- und Gefahrenstellen und geben Hinweise. Sie stellen zudem ein wichtiges Glied in der Verkehrslenkung dar und markieren durch Fahrrinnentonnen den jeweiligen Fahrrinnenrand.


Verankerung einer roten Stumpftonne mit 8 Meter Kette

Im Bereich des WSA Schweinfurt sind im bereits ausgebauten Mainabschnitt bis Würzburg die Fahrrinnentonnen fest in der Sohle verankert. Die Fahrrinnentonnen waren bisher mit etwa 0,3 m3 großen Betonquadern beschwert; sie hielten die Fahrrinnentonnen bis zum höchsten Schifffahrtswasserstand (HSW) in ihrer Position. Bei höheren Wasserständen mit entsprechend hohen Strömungsgeschwindigkeiten reichte das Gewicht der etwa 150 kg schweren Tonnensteine nicht mehr aus, die Fahrrinnentonnen in ihrer Lage zu fixieren; es bestand die Gefahr des unkontrollierten Abtreibens. Auch bei Eisversatz konnte es passieren, dass die Fahrrinnentonnen verzogen wurden. War daher absehbar, dass die Wasserstände den HSW überschreiten würden oder dass es zu einer Eisbildung auf dem Main kommen könnte, wurden die Fahrrinnentonnen mit ihren Tonnensteinen in strömungsärmere Bereiche geschleppt. Nachdem das Hochwasser abgelaufen oder die Eisdecke aufgetaut war, mussten die Fahrrinnentonnen an ihre alten Stellen gebracht und dort genau eingemessen werden. Für die Mitarbeiter der Außenbezirke war dies eine mühselige und bei den teilweise hohen Strömungsgeschwindigkeiten nicht ungefährliche Arbeit. Die Schifffahrt musste nach jedem Hochwasser- oder Eisereignis so lange warten, bis alle Fahrrinnentonnen wieder korrekt lagen. Wurde, obwohl noch nicht alle Fahrrinnentonnen richtig positioniert waren, nach einem Hochwasser- oder Eisereignis die Strecke auf Drängen der Schifffahrt doch freigegeben, war die sichere Weiterfahrt bis zum richtigen Ausliegen der Fahrrinnentonnen gefährdet.


Kennzeichnung der Fahrrinne bei Rotenbach mit Hilfe von Tonnen

Diese Nachteile führten zu dem Entschluss, die Fahrrinnentonnen auf der Flusssohle fest zu verankern. Dabei wurden die Tonnensteine durch Bohrverpresspfähle ersetzt. Schon kurz nach Fertigstellung bestanden die verankerten Tonnen den ersten Bewährungstest im Eiswinter 2001/02 und in den anschließenden Hochwässern. Damit hat sich die Investition ausgezahlt, die sich zum Ziel gesetzt hatte:



Logo des Elektronischen Wasserstraßen-Informationssystems (ELWIS)

Je nach Untergrund wird ein Stahlanker in der Länge zwischen 3 - 6 m eingebohrt und das Bohrloch mit Zementsuspension verpresst. Nach der Abbindezeit (> sieben Tage) wird eine ca. 7 m lange Grundkette daran befestigt, an die wiederum über eine Verschleißkette die Fahrrinnentonne befestigt ist.